Presse-Mitteilungen
Bericht vom 27.3.2007 erschienen in der Fuldaer Zeitung

FULDA Einen Flughafen hat Osthessen nicht. Flugzeuge zum Fliegen bringen aber können Osthessen schon lange: Seit 2001 fertigt die Fuldaer Reform- Maschinenfabrik Schleifmaschinen für Triebwerks-Schaufeln. Etwa alle 20 000 Betriebsstunden müssen die Titanblätter der Jet-Triebwerke mit größter Präzision nachgeschliffen werden, sonst sinkt die Leistung, steigt der Verbrauch. Außer bei Reform werden diese Schleifmaschinen weltweit nur noch an einem weiteren Standort gefertigt – High Technology aus Fulda, in der Weserstraße wird sie gemacht.
In der Werkshalle wird zurzeit eine der etwa sieben mal sieben Meter großen Maschinen – marktüblich sind Preise zwischen 1,4 und 1,8 Millionen Euro – für den
Transport in die Vereinigten Staaten verpackt, eine überdimensionale Weinkiste steht dafür bereit. „Wir bewegen uns mit diesem Produkt auf einem absoluten Nischenmarkt, sagt Jürgen Linke, bei Reform für den Vertrieb von Schleifmaschinen verantwortlich. Einziger Konkurrent ist die Firma Danobat aus dem spanischen Baskenland. Auch deshalb ist sich Linke sicher: „Das ist eines der wichtigsten Standbeine für unsere Zukunft".
Abnehmer der Fuldaer „High Speed Grinder – so heißen die Maschinen im englischen Jargon, Linke und sein Team nennen sie kurz HSG – sind Fluglinien wie Air China, aber auch Triebwerks-Bauer wie die Münchner MTU und der amerikanische Honeywell-Konzern. Solche Kunden haben immer Sonderwünsche, erst recht bei einem siebenstelligen Auftragsvolumen. Geliefert werden dafür Maßanfertigungen. Die Köpfe und Hände von etwa 60 Männern und Frauen arbeiten daran mit. Sie entwickeln, programmieren und fertigen die meisten Groß- und alle Kleinteile selbst, im Normalfall dauert das knapp anderthalb Jahre.
Für Lufthansa und Rolls Royce aber haben die Reform-Mitarbeiter es in Rekordzeit geschafft. Die Briten und die Kranich- Airline haben in Arnstadt bei Erfurt gemeinsam ein Überholzentrum für Triebwerke gebaut – und Reform hat dafür die Triebwerks-Schleifmaschine geliefert, nur elf Monate nach der Auftragsvergabe. „In der Endphase haben wirklich alle an einem Strang gezogen. Auch der Betriebsrat hat dafür Überstunden genehmigt, obwohl wir ja immer noch im Arbeitskampf stecken, berichtet Jürgen Linke. Vor zwei Wochen ging die Maschine – es war der Reform-HSG Nr. 13 seit 2001 – auf die Reise nach Thüringen. Anfang April soll sie dort die ersten Rotoren schleifen, unter anderem für den neuen Riesen-Airbus A 380. Bis zum Jahresende rechnet Linke noch mit 50 weiteren Triebwerken, die in Arnstadt mit Spitzentechnologie aus Fulda wieder fit gemacht werden.
Dabei spielt sowohl der Abstand zwischen den Triebwerksschaufeln und dem Triebwerksgehäuse – dabei geht es um Zehntel- Millimeter – als auch der Winkel der einzelnen Schaufeln eine Rolle. Der keramische Schleifkopf erledigt dies mit höchster Präzision bei gut 3000 Touren – auf so viele Umdrehungen wird der Rotor am Schleifstand gebracht, um den Fliehkräften nahe zu kommen, die im Flug herrschen. Ob alles stimmt, wird per Laser auf den Tausendstel-Millimeter genau gemessen.
Für die 3000 Umdrehungen beim Schleifen ist ein Antrieb mit rund 100 Kilowatt nötig, noch einmal 80 Kilowatt gehen in die Kühlung, damit die Temperatur konstant bei 20 Grad bleibt. Zusammen 180 Kilowatt Leistung, das sind fast 245 PS. So motorisieren eben nicht nur Autobauer ihre Oberklasse.
Redakteur: Sebastian Balzter
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REFORM Fulda: Ein neues Kapitel nach 100 Jahren Unternehmensgeschichte
- ATON GmbH engagiert sich im Sondermaschinenbau –
 
Mit der Übernahme der „REFORM Maschinenfabrik Adolf Rabenseifner“ durch die ATON GmbH wird ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte des traditionsreichen Familienunternehmens aufgeschlagen.
 
Waren es 1971 nur 13 Beschäftigte, hat die REFORM Maschinenfabrik Adolf Rabenseifner heute über 200 Mitarbeiter einschließlich der 18 Auszubildenden sowie 9 Berufspraktikanten. Bisher wurden über 400 Lehrlinge in 10 Berufen bei REFORM ausgebildet. Auch in Zukunft wird bei REFORM die Ausbildung eine wesentliche Rolle einnehmen.
 
Durch konsequente und innovative Weiterentwicklung des Produktprogramms sorgte Herr Adolf Rabenseifner in den Achtzigerjahren für den Grundstein zur Absicherung des Unternehmens. Es gelang erfolgreich, den ursprünglichen Markt der Vertikalspindel-Schleifmaschinen um weitere Märkte zu erweitern.
 
Eine der ersten Erweiterungen war die Integration des Programms „Rundtisch-Schleifmaschinen“ der Firma Kolb, Köln im Jahr 1982. Kurz darauf folgten die Profilschleifmaschinen von Fritz Werner, Berlin, auf denen Zahnräder, Getriebewellen, unter anderem auch für den Rennsport (wie Ferrari, Audi, Porsche, BMW und andere) gefertigt werden.
Diese zukunftsweisende Entscheidung hat dazu geführt, dass nach erfolgreicher Realisation von Schlüsselprojekten heute der Name REFORM Fulda weltweit bei Firmen wie Koenig & Bauer, Thyssen, Böhler, Lufthansa, MTU, General Electric, Rolls- Royce, Daimler-Chrysler, Siemens wie selbstverständlich Beachtung findet.
 
Als weiteres besonderes Marktsegment wird seit dem Jahr 2000 die Luftfahrt intensiv bearbeitet. Etwa zu dieser Zeit lernte Herr Rabenseifner innerhalb eines regelmäßigen Erfahrungsaustausches mit Fuldaern Unternehmen auch Herrn Dr. Lutz Helmig kennen, der sich bereits damals sehr für die fortschrittlichen Aktivitäten von REFORM interessierte und insbesondere die Entwicklung von Rotor- und Stator-Schleifanlagen für verschiedene Triebwerke unterstützend begleitete.
Organisatorisch wurde das bis dahin sehr stark auf den Inhaber zugeschnittene Unternehmen im 1. Quartal 2004 neu aufgestellt und in 5 Geschäftsbereiche aufgegliedert.
Die Geschäftsbereichsleiter Vertrieb & Service: Herr Jürgen Linke, Einkauf: Herr Norbert Printz, Entwicklung & Technik: Herr Jürgen Armes, Personal & Finanzen: Herr Hubert Mathes sowie die Geschäftsleitung, Herr Thomas Hofmann, werden auf Wunsch Dr. Helmig’s in Zukunft das Unternehmen weiter führen.
 
Insbesondere die Mitarbeiter haben diese Restrukturierung maßgebend unterstützt und zudem einen wesentlichen finanziellen Beitrag geleistet.
 
Lagen die größten Geschäfte 1971 weit unter 100.000,00 € Kapitaleinsatz, liegen Sie heute bei teilweise über 2.000.000,00 €, die vorfinanziert werden müssen.
 
Umso erfreulicher ist es nun, mit der ATON GmbH einen finanziell starken und bankenunabhängigen Eigentümer gefunden zu haben, der es ermöglichen wird, auch kurzfristige Entscheidungen zu treffen und adäquat auf Veränderungen zu reagieren. Im Bereich des Engineerings und der Aero-Aktivitäten ergeben sich durch die auch zur ATON gehörenden EDAG ebenfalls völlig neue Möglichkeiten.
 
Durch Neuentwicklungen und Fortführung des Umbaues wird die REFORM Maschinenfabrik sich den Herausforderungen der Zukunft stellen und die hochwertigen heimischen Arbeitsplätze sichern. Derzeit verfügt REFORM über einen Auftragsbestand, der bis ins 1.Quartal 2007 reicht.
MM prämiert Produktneuheiten auf der EMO 2007 mit dem MM-Award
07.09.2007
Die Reform Maschinenfabrik Adolf Rabenseifner GmbH & Co. KG zeigt auf der EMO erstmals eine Schleifmaschine für die Räumwerkzeugindustrie. Erstmals ist es nach Aussage des Unternehmens gelungen, sowohl die Profile der Räumwerkzeuge als auch das nachgelagerte Schärfen der Werkzeuge mit einer Maschine auszuführen.
Redakteur/Autor: Reinhold Schäfer
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HANNOVER:
Die Reform Maschinenfabrik Adolf Rabenseifner GmbH & Co. KG zeigt auf der EMO erstmals eine Schleifmaschine für die Räumwerkzeugindustrie. Erstmals ist es nach Aussage des Unternehmens gelungen, sowohl die Profile der Räumwerkzeuge als auch das nachgelagerte Schärfen der Werkzeuge mit einer Maschine auszuführen.

Redakteur/Autor: Reinhold Schäfer
 
07.09.2007
Die Reform Maschinenfabrik Adolf Rabenseifner GmbH & Co. KG zeigt auf der EMO erstmals eine Schleifmaschine für die Räumwerkzeugindustrie. Erstmals ist es nach Aussage des Unternehmens gelungen, sowohl die Profile der Räumwerkzeuge als auch das nachgelagerte Schärfen der Werkzeuge mit einer Maschine auszuführen.
Redakteur/Autor: Reinhold Schäfer
09.09.08 - FULDA
Was haben Rolls Royce, Ferrari, Porsche, MTU oder Lufthansa mit Fulda zu tun? Viel. Denn die „Stars“ der Mobilitätsbranche setzen auf anspruchsvolle Technik und Technologie „made in Fulda“. Schleifmaschinen der REFORM Maschinenfabrik Adolf Rabenseifner tragen den guten Namen der Domstadt in doppelter Hinsicht in alle Welt: mit hochwertigen Maschinen, aber auch dadurch, dass REFORM Geschäftsführer Thomas Hofmann seine internationalen Gäste gerne mit dem Flair und der Geschichte der Stadt vertraut macht, in der das Unternehmen zu Haus ist.

Quelle: osthessen-news.de
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REFORM Maschinenfabrik Adolf Rabenseifner GmbH & Co. KG
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last Update: 29.10.2008